Soziale Stadt - Weiden
Das Wohngebiete Stockerhut, das durch zeilenförmigen Geschosswohnungsbau aus den 50er Jahren geprägt ist, wird ergänzt und umstrukturiert. Das gesamte Gebiet gliedert sich in drei Blöcke mit unterschiedlichen Innenbereichen. Die Neubauten im Blockinnenbereich 1 legen sich in mäandrierender Form um den vorhandenen Baumbestand. Die behutsame Parzellierung der Wohnhäuser generiert über die Wahrnehmung des gewachsenen Baumbestandes einen parkartigen Landschaftsraum, eingefaßt von der mehrgeschossigen Randbebauung des Blocks. Die neue Raumgliederung erzeugt quartiersinterne Freiflächen, die über ein Wegenetz miteinander verbunden sind.



Über eine Differenzierung der Freiflächen in Mietgärten, Spiel- und Ruhebereiche, Sonnen- und Schattenplätze wird eine Maximierung der nutzbaren Grünbereiche erzielt und es kann ein hohes Maß an Identifikation mit dem Quartier entstehen. Die anderen Felder werden baulich zurückhaltend ergänzt. Der ruhende Verkehr wird aus dem Blockinneren herausgenommen und auf die Straßenräume und angrenzende Flächen verteilt. Die Grünraumdifferenzierung bindet die drei Baufelder gleichermaßen ein und erzeugt so im Gesamtensemble den Charakter einer Gartenstadt.


Die Grundstückstypologie der Familienhausbebauung besteht aus einem Kernhaus mit Teilunterkellerung und allen wichtigen Installationen. Beiderseits dieser Kernzone ist über Baugrenzen eine Ausbauzone definiert. Über Anbauten in Holzständerkonstruktionen, Wintergärten, Gartenzimmern und Terrassen wird eine Grünraumverzahnung beiderseits des Kernhauses als gestaltbildendes Prinzip der Wohnhausbe-bauung definiert. Über die GRZ und die GFZ wird dabei eine maximale Dichte dieser Ausbauzone vorgegeben und somit gewährleistet, das die Verzahnung als gestaltprägendes Bild die Bebauung prägt.


Ideen- und Realisierungswettbewerb: 2001, Ankauf
Aufgabe: Erneuerung des Wohngebiets Stockerhut
Bauherr: Stadt Weiden
Umfang: Grundstück 10 ha incl. Bestand, 130 Wohneinheiten
Standort: Weiden i. d. Oberpfalz
